Aktuelle Beiträge

„Ohne uns ist’s still“

München, 7. Juli 2020 – Der Verband der Münchener Kulturveranstalter e.V. (VDMK) macht mit der Aktion „Ohne uns ist’s still“ in der Muffathalle auf die schwierige Situation der Veranstalter in München aufmerksam. Knapp 100 Vertreter der Branche zeigen auf, welche Unterstützung es braucht, um die Vielfalt des Münchner Kulturlebens für die Zukunft zu sichern.

Dank erster Lockerungen und diverser Hilfsmaßnahmen gibt es im Land ein Aufatmen nach dem Lockdown. Doch während sich in den Isar-Auen bei schönem Wetter Massen-Events häufen, die Münchner Innenstadt nachts zur Outdoor-Partymeile mutiert und Flugzeuge bis auf den letzten Platz gefüllt in Urlaubs-Destinationen abheben, liegt die Veranstaltungswirtschaft weiterhin brach.

Starke Beschränkungen der Besucherkapazitäten von derzeit 100 Personen in Spielstätten im Innenbereich und maximal 200 Personen bei Open-Air-Veranstaltungen verhindern nach wie vor eine wirtschaftliche Machbarkeit von Events. Live-Erlebnisse von Konzert- und Theaterveranstaltungen gibt es daher derzeit nicht bzw. nur sehr eingeschränkt. Clubs sind seit dem 13. März 2020 komplett geschlossen.

„Als Kulturveranstalter sorgen wir normalerweise für Freude, anspruchsvolle Unterhaltung sowie besondere Erlebnisse“, so David Süß, Vorstandsmitglied im VDMK. „Derzeit bangen wir um den Erhalt der kulturellen Vielfalt, die München wesentlich kennzeichnet und die Existenz zahlreicher Kulturbetriebe, die seit Monaten ohne Einnahmen sind und keinerlei Perspektive für eine Rückkehr zum Normalbetrieb haben.“

Mit der Aktion „Ohne uns ist‘s still“ weisen die Kulturveranstalter auf die kritische Situation hin und erläutern, welche Art von Unterstützung es braucht, damit auch nach der Corona-Pandemie kulturelle Erlebnisse möglich sind.

Verband der Münchener Kulturveranstalter e.V. stellt Leitfaden zur Erstellung von Hygienekonzepten zur Verfügung

München, 29. Mai 2020

Liebe Leitfaden-Nutzer*innen,

wir möchten darauf hinweisen, dass der Leitfaden in Kürze überarbeitet wird, um die Informationen aus der Presseerklärung der Regierung vom 26. Mai 2020 zu berücksichtigen. Die Überarbeitung kann leider erst mit der Vorlage der 5. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung erfolgen, welche die juristische Verbindlichkeit der angekündigten Lockerungen definiert.

München, 20. Mai 2020

Gemeinsam mit privaten, staatlichen und städtischen Veranstaltern Münchens hat der Verband der Münchener Kulturveranstalter e.V. einen Leitfaden zur Erstellung von Hygienekonzepten für Unternehmen der Kulturbranche erstellt. Mit diesem Leitfaden wollen wir die Kulturveranstalter dabei unterstützen, Konzepte für die Durchführung von Theater- und Konzertveranstaltungen unter Berücksichtigung der derzeitigen Auflagen zu erstellen und somit auch der Politik einen Vorschlag machen, wie Veranstaltungen auch in diesen Zeiten stattfinden können.

Die jeweils aktuelle Fassung des Leitfadens wird auf dieser Website kostenfrei zur Verfügung gestellt. Je nach Bedarf wird er aktualisiert. Mitglieder des VDMK e.V. erhalten die Versionen automatisch per E-Mail zugeschickt.

Für Fragen, Ergänzungen und Anmerkungen steht der Verband unter info@vdmk.info gerne zur Verfügung.

Offener Brief an den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München, Dieter Reiter

München, 11. März 2020

Offener Brief an den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München, Dieter Reiter

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Reiter,

wir wenden uns an Sie mit diesem offenen Brief, da wir aufgrund der aktuellen Situation wir als Münchener Kulturveranstalter in allergrößter Sorge sind, was das Überleben unserer vielfältigen Kulturlandschaft in München betrifft.

Erlauben Sie, uns kurz vorzustellen: Wir sind der Verband der Münchener Kulturveranstalter (VDMK e.V.) mit aktuell über 70 Mitgliedern, aus allen Bereichen des Kulturlebens in und um München.

Wir vertreten Clubs, alle Konzertveranstalter von der Klassik bis hinzu  Rock und Pop, Großveranstalter (wie z.B. die Olympiapark GmbH, das Streetlife Festival, die OpenAir Kinos,…) und alle Hallenbetreiber.

Unsere Mitglieder beschäftigen mehrere tausend Mitarbeiter und organisieren 15.000 Kulturveranstaltungen mit knapp 10 Millionen Besuchern im Jahr.

Außerdem arbeiten die Mitglieder mit mehreren Dienstleistern (z.B. Sicherheitsfirmen, Technik-Firmen, Stage-Hands,…) zusammen.

Durch das Verbot von Veranstaltungen mit über 1.000 Besuchern brechen uns fest eingeplante Umsätze weg. Genauso schlimm ist aber auch die aktuelle Verunsicherung unter den Mitgliedern, Besucher*innen und Künstler*innen welche Veranstaltungen zukünftig noch stattfinden dürfen.

Deshalb haben wir folgende konkrete Fragen an Sie:

– Sind Veranstaltungen unter 1000 Besucher*innen weiterhin durchführbar?

– Gibt es Beschränkungen für Veranstaltungen von 500 bis 999 Besucher*innen?

– Können Veranstaltungen unter 500 Besucher*innen grundsätzlich durchgeführt werden?

Aus der Allgemeinverfügung des Ministeriums und der Pressekonferenz von Herrn Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder erschließen sich diese Fragen nicht eindeutig und rechtssicher.

Daher bitten wir Sie dringend als Oberbürgermeister eine Klarstellung des KVR zu veranlassen.

Gerne sind wir auch kurzfristig bereit, diese Woche uns mit Ihnen und Vertretern der Behörden zu treffen.

Wir haben uns auch schon Gedanken gemacht, wie wir die Situation für unsere Gäste, Besucher*innen und Mitarbeiter*innen so sicher wie möglich gestalten können. Gerne stellen wir Ihnen auch unsere langjährige Erfahrung und unser Know-how aus allen Sparten des Kulturlebens zur Verfügung.

Uns ist klar, dass diese extreme Situation, die es vorher in Deutschland noch nie gegeben hat, sich rasch verändern kann. Umso wichtiger ist es für uns, in einen ständigen und verbindlichen Austausch mit Ihren Behörden zu kommen, was aktuell nicht der Fall ist.

Gerne können wir die behördlichen Informationen an unsere Mitglieder weiterreichen.

Wenn diese Krise mit den Einschränkungen des Kulturlebens länger andauern sollte, fürchten alle Veranstalter*innen um ihre Existenz, was einen massiven Kahlschlag für das Münchner Kulturleben in der Zukunft bedeuten würde.

Wir richten daher noch zwei politische Bitten an Sie

1. Setzen Sie sich bitte dafür ein, dass in diesem Fall, die Veranstalter*innen (egal ob privat, städtisch bezuschusst oder städtisch) schnell und unbürokratisch Unterstützung erhalten.

b. Derzeit können nur Angestellte und Arbeitnehmer*innen das Kurzarbeitergeld beanspruchen. Wir finden es überlebenswichtig für die Vielfalt des Münchner Kulturlebens, dass auch Selbstständige, Saisonkräfte, Studenten*innen und 450 € Mitarbeiter diese Hilfen beanspruchen können, von denen zahlreiche in dieser Branche arbeiten und existenziell darauf angewiesen sind.

Uns ist bewusst, dass in diesen Tagen die Abgrenzung zwischen gebotener Vorsicht und Hysterie sehr schwierig ist. Wir sind uns unserer Verantwortung für Besucher*innen, Künstler*innen und unser Personal bewusst und stehen für sachliche und lösungsorientierte Gespräche gerne zur Verfügung.

Mit der Bitte um rasche Antwort

David Süß

Vorstandsvorsitzender VDMK e.V.

München, 3. Februar 2020

Diskussion mit den OB-Kandidat*innen am Montag, den 03.02.2020

Der Verband der Münchner Kulturveranstalter e.V. , VDMK hatte zusammen mit dem BBK zur Diskussion mit den OB-Kandidat*innen am Montag, den 03.02.2020, 19.30 Uhr in das Utopia, Heßstraße 132 eingeladen. Gut 600 Gäste belegten alle Plätze. Herzlichen Dank vor allem den drei Kandidat*nnen, Kristina Frank, Katrin Habenschaden und Dieter Reiter, und der Moderatorin des Abends, Susanne Hermanski.

Fotograf aller Bilder ist Florian a. Betz

Nach Begrüßungen durch Corbinian Böhm, Vorsitzender des BBK – Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler München u. Oberbayern e.V. und David Süß Vorstandsvorsitzender des VDMK, stimmte Gabi Blum vom BBK mit Berichten zur zum Teil prekären Situation der Künstlerinnen und Künstler in den Abend ein.

Christos Chantzaras als Architekt stimulierte mit einem etwa zehnminütigen Impulsreferat zu „Make Munich Weird“, bevor die Diskussion eröffnet wurde. Die Themengebiete reichten von der teils schwierigen Lage einzelner Künstler in München bis zu den Großinvestitionen zum Gasteig und dem Kreativviertel HP8, der Hans-Preißinger-Straße 8 in Sendling.

Zum Ausklang bekam auch das Publikum die Möglichkeit sich zu äußern und Fragen zu stellen.

Der Abend wurde freundlicherweise vom Stadtmagazin IN München in einem Livestream ausgestrahlt und aufgezeichnet und ist unter diesem Link auch nachzuschauen: https://www.facebook.com/InMuenchen/videos/2293842744249880/

Zusammen mit dem BBK haben wir bei den zum Stadtrat antretenden Listen, deren wichtigste fünf Maßnahmen und Initiativen zu Kunst und Kultur für die kommende Periode 2020-2026 Position erbeten. 16 Gruppen haben uns darauf geantwortet.  Hier deren Standpunkte als PDF auf vier A4-Seiten übersichtlich dargestellt:   Listenstandpunkte_Kommunalwahl2020